Letztes Spiel:
0:2

Auftakt geglückt – Steelers siegen mit 5:4 n.V. in Spiel 1 gegen Heilbronn

Dienstag, 13.03.2018, Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken
5:4 n.V.
Gamewinner in Overtime - Alex Preibisch!

Die Vorfreude vor dem ersten Derby in den Playoffs war in beiden Lagern groß und das Spiel hielt was es versprach – es war von der ersten bis zur letzten Minute spannend um umkämpft. Am Ende jubelte das Team von Kevin Gaudet durch den Overtime-Treffer von Alexander Preibisch und feierte den ersten Heimsieg nach 3 Niederlagen.

Die Steelers mussten auf Marcus Sommerfeld und Benjamin Zientek verzichten und im Tor begann vor den 3.155 Zuschauern Ilya Sharipov, der eine starke Leistung bot. Im ersten Abschnitt kamen die Falken durch Justin Kirsch und Tim Bernhardt zu großen Chancen, die der junge Schlussmann bravourös vereitelte. Keine Chance hatte er in der 7. Minute, als die Schwaben in Überzahl den ersten Gegentreffer kassierten. Justin Kirsch traf nach einem harten und platzierten Handgelenkschuss zur Führung für die Gäste in Unterzahl. Die ca. 500 mitgereisten Falken-Fans waren aus dem Häuschen. Auch im zweiten Powerplay der Ellentaler lief es nicht rund und man musste auf den Ausgleich warten, der jedoch kam, als die Unterländer wieder komplett waren. Justin Kelly zimmerte die Scheibe nach Zuspiel von Freddy Cabana und René Schoofs unters Dach zum Ausgleich. Der erste Treffer des Kanadiers nach seinem Comeback! In ihrem ersten Powerplay des Spiels konnten die Falken ebenfalls nicht überzeugen, so dass es nach 20 Minuten beim 1:1 blieb.

Das zweite Drittel begann ganz im Sinne der Bietigheimer. Alex Preibisch ließ die Scheibe für Max Lukes liegen, fuhr durch den Sichtbereich des starken Falken-Goalies Mercel Melichercik, so dass er bei dem Schuss von Max Lukes keine Sicht hatte – 2:1 für Bietigheim in der 23. Minute. Im Anschluss daran hatten die Hausherren ihre bis dato beste Phase, doch weder Matt McKnight, Andrew McPherson noch Shawn Weller konnten die Führung ausbauen. Aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich, als Kevin Lavallée in der 30. Minute zum 2:2 traf. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, doch den Alleingang von Tyler McNeely, nach tollem Pass von Kodi Schwarz, stoppte Marcel Melichercik hervorragend. Im Anschluss an das Bully nach dieser Aktion konnte der Mann mit der Nummer 94 aber jubeln. Norman Hauner schoss nach dem Bullygewinn direkt, den Abstauber stocherte McNeely zum 3:2 in die Maschen! Ein weiteres Überzahlspiel ließ man daraufhin wieder liegen und musste kurz vor dem Ende selbst in Unterzahl ran, da Andrew McPherson wegen hohen Stocks eine 2+2 Minuten Strafe erhielt. Die ersten 111 Sekunden zeigten die Steelers ein Penaltykilling aus dem Lehrbuch. Dann wurde es Jordan Heywood zu viel. Der Kapitän schnappte sich die Scheibe, ließ seine Gegenspieler links und rechts liegen und traf nach starkem Solo 47 Sekunden vor der zweiten Sirene zum 3:3. Da Alex Preibsich sechs Sekunden vor Schluss ebenfalls wegen hohen Stocks raus musste, spielten die Schwaben zu Beginn des Schlussabschnitts in doppelter Unterzahl.

Frisch erholt, frisches Eis und 91 Sekunden Fünf gegen Drei bescherte den Falken nach 57 gespielten Sekunden die 3:4-Führung aus Sicht der Steelers. Das Team um Kapitän Adam Borzecki versuchte daraufhin das Ruder wieder herumzureißen und übte viel Druck auf das Falkengehäuse aus, dass jedoch wie verhext war. Entweder wurde Schüsse geblockt oder Melichercik parierte stark. Bei Kontern musste man zudem jederzeit aufpassen um nicht frühzeitig die Segel zu streichen. Als in der 52. Minute Freddy Cabana in die Kühlbox musste, schwand die Hoffnung ein wenig, doch da das Unterzahl gestern weitaus besser funktionierte als das Überzahlspiel, überstand man diese Situation. Knappe fünf Minute vor dem Ende zeigte die W-M-H-Reihe wie wichtig sie für das Team sind. Shawn Weller und Tyler McNeely setzten Norman Hauner in Szene und dieser traf zum vielumjubelten 4:4-Ausgleich. Da beide Team im Anschluss eher verhalten agierten, ging es in die Verlängerung.

In dieser erhielt Corey Mapes nach 52 Sekunden eine Strafe wegen Beinstellens, die folgenlos blieb. Doch gerade einmal 21 Sekunden später war es dann soweit, Alex Preibisch, der gestern mit einer der besten Akteure auf dem Eis war, lief sich frei und traf von links kommend zum 5:4 und sicherte seinen Farben den ersten Sieg im ersten Spiel einer packenden Serie!

Bereits am Freitag geht es um 20:00 Uhr in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena mit Spiel 2 weiter.

von Patrick Jonza

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