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Bad Nauheim gewinnt im Ellental - Steelers unterliegen mit 3:4

Freitag, 02.02.2018, Bietigheim Steelers - EC Bad Nauheim
3:4

Der 42. Spieltag der DEL2 bescherte den Steelers das Duell mit dem EC Bad Nauheim. Beim Team von Kevin Gaudet kehrte Benjamin Hüfner ins Aufgebot zurück, der gesperrte Norman Hauner musste ebenso passen wie Rob Brown, Justin Kelly und Alexander Preibisch. Im Tor startete diesmal Sinisa Martinovic.

Am Tag der Bietigheimer Zeitung legten die Steelers vor den 2.375 Zuschauern los wie die Feuerwehr. Doch die Mühen wurden nicht durch den Führungstreffer belohnt. Zwar war der Tabellenführer die optische überlegenere Mannschaft, ohne jedoch den entscheidenden Schuss zu setzen. Die beste Chance hatte Max Prommersberger in der 11. Minute, als er nach tollem Zuspiel von Shawn Weller lediglich den Außenpfosten traf. Doch nur drei Minuten später wurde der Bann gebrochen. Erneut spielte der Bietigheimer „Popstar“ Shawn Weller seine Übersicht aus und bediente von hinter dem Tor Tyler McNeely, der vorbei an Felix Bick zum 1:0 traf. Wenige Augenblicke nach dem Führungstreffer wäre beinahe das zweite Tor für die Schwaben gefallen. Dominic Auger spielte auf Matt McKnight, doch der Top-Torjäger konnte im letzten Moment entscheidend gestört werden, so dass es bei der knappen Führung blieb. Auf der anderen Seite machte es in der 16. Minute plötzlich „pling“, als der Puck nach dem Schuss von Mike McNamee den rechten Innenpfosten traf. Von der dort kam die Scheibe über Steve Slaton erneut zu McNamee und diesmal nahm der Kanadier genauer Maß – sein zweiter Schuss prallte diesmal vom linken Innenpfosten zum 1:1-Ausgleich ins Tor. Ein zu diesem Zeitpunkt überraschender Treffer der Teufel.13 Sekunden vor dem Ende gaben die Hauptschiedsrichter Roland Aumüller und Marcus Brill die erste Strafe des Spiels als sie Shawn Weller wegen übertriebener Härte in die Kühlbox steckten. Der Mittelabschnitt begann also mit 1:47 Minuten Überzahl der Hessen.

In diesem spielten die Kurstädter gefällig, doch spätestens bei Silo Martinovic war Endstation, der zweimal stark hielt. Im Anschluss ging es hoch und runter, doch beide Goalies konnten den jeweils zweiten Gegentreffer mit guten Aktionen verhindern. Nichts zu halten gab es für Felix Bick in der 26. Minute beim Schuss von Max Lukes, der zum 2:1 in den Winkel einschlug. Er wurde von Marcus Sommerfeld und Andrew McPherson hervorragend freigespielt und nutzte den Platz. Keine zwei Minuten folgte das 3:1! Tyler McNeely setzte Benjamin Zientek auf der linken Seite in Szene, sein Schuss landete an der Brust des am langen Pfosten lauernden Shawn Weller, dieser hatte dann wenig Mühe seinen 22. Saisontreffer zu erzielen. Doch die Antwort der Teufel folgte in der 30. Minute im Powerplay, als Marcus Sommerfeld wegen Hakens saß. DEL-Neuzugang Marcel Brandt nahm von der blauen Linie Maß und traf zum 3:2-Anschlusstreffer, der nach Studium des Videobeweises seine Gültigkeit bekam. Den alten 2-Tore-Abstand hätte Benjamin Zientek beinahe wiederhergestellt, doch Felix Bick hielt stark. Silo Martinovic stand seinem Gegenüber in Nichts nach und griff gegen Mike McNamee fest mit der Fanghand zu. Doch als Niklas Mannes 2:11 Minuten vor der zweiten Sirene Maß nahm, hatte Silo keine Chance. Ähnlich wie beim Treffer von Max Lukes schlug die Scheibe im Winkel ein – 3:3! Dies war auch zeitgleich der Zwischenstand nach unterhaltsamen 40 Minuten.

Im Schlussdrittel wurde es in der 44. Minute erstmals hektisch. Matt McKnight setzte zum Bauerntrick an, die Scheibe ging zwar an Felix Bick vorbei, doch ob sie auch über der Linie war, musste zum zweiten Mal an diesem Abend der Videobeweis entscheiden. Diesmal gingen die Arme der Schiedsrichter auseinander und es blieb beim 3:3. Aus Sicht der Steelers kam es dann noch schlimmer. In der 46. Spielminute brachte ein Konter die Gäste erstmals in Front. Dusan Frosch spielte auf Dennis Reimer und dieser ließ Silo keine Chance – 3:4! In der 50.Minuten war es dann soweit und es gab die erste Strafe gegen die Teufel, es traf James Livingston wegen Beinstellens. Die große Möglichkeit im Powerplay zum Ausgleich zu kommen. Die Scheibe lief zwar gut bei den Grünen, die entscheidende Lücke konnte man jedoch nicht finden. Mit abnehmender Spielzeit nahm die Spannung in der Arena zu. 88 Sekunden riskierte Kevin Gaudet dann alles und nahm Silo Martinovic zugunsten eines sechste Feldspielers runter. In der letzten Druckphase hatte Freddy Cabana die große Chance auf den Ausgleich, doch leider ging der Puck Millimeter am Gehäuse vorbei, so dass die Gäste aus Bad Nauheim das Spiel mit 3:4 für sich entscheiden konnten.

Am Sonntag gilt es dann einen neuen Anlauf zu nehmen, um wieder einen Sieg einzufahren! Mit 700 Fans im Rücken, wird uns das in Freiburg hoffentlich gelingen!

von Patrick Jonza

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