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Der erste "Dreier" ist perfekt - Steelers siegen mit 3:1 gegen Freiburg

Sonntag, 24.09.2017, Bietigheim Steelers - Wölfe Freiburg
3:1

Neben der Bundestagswahl war aus Steelers-Sicht das zweitwichtigste Ereignis am heutigen Sonntagnachmittag, das Spiel gegen die Wölfe des EHC Freiburg. Bei den Schwaben konnten die Trainer Kevin Gaudet und Marc St-Jean beinahe aus den Vollen schöpfen, neben Rob Brown und Freddy Cabana musste jedoch noch kurzfristig auf Andrew McPherson verzichtet werden.

Das Spiel vor den 2.756 Zuschauern, darunter zahlreiche Mitarbeiter unseres Premiumpartners alwa, begann ziemlich flott und sowohl Miroslav Hanuljak bei den Badenern als auch Ilya Sharipov im Tor der Schwaben mussten von Anfang an hellwach sein. Bereits in der zweiten Minute sprachen die beiden Hauptschiedsrichter Daniel Kannengießer und Jens Steinecke eine Strafe gegen Wolf Jannik Woidtke aus. Das Powerplay war zwar druckvoll doch der erste Treffer wollte nicht gelingen. Kaum komplett spielte Justin Kelly einen starken Pass auf Norman Hauner, der zur Führung in der vierten Minute traf. Der erste Pflichtspieltreffer des Neuzugangs. Im Anschluss musste René Schoofs wegen Stockschlags in die Kühlbox. Als 51 Sekunden später auch noch Adam Borzecki eine Strafe erhielt, wurde es happig. Doch Ilya Sharipov und die drei verbliebenen Vorderleute kämpften tapfer und ließen trotz hochkarätiger Chancen der Wölfe keinen Treffer zu. Im Gegenzug hatte Alex Preibisch sogar die Möglichkeit auf den zweiten Treffer. Auch die restliche Zeit zu viert blieb man ohne Gegentor.  Wieder zu fünft nahm der Druck der Hausherren wieder zu, das Spiel war in den ersten 10 Minuten von jeder Menge Tempo geprägt. In der 11. Minute hatte Niko Linsenmaier die große Chance auf den Ausgleich, im letzten Moment wurde sein Schuss abgeblockt. Bei den Steelers sorgte besonders die Sturmreihe um Tyler McNeely, Norman Hauner und Shawn Weller für viel Gefahr. Doch auch die Breisgauer waren bei ihren Gegenstößen brandgefährlich. In der 15. Minute die nächste Strafe gegen Bietigheim, der mit Wölfe Goalie Miroslav Hanuljak „kollidierte“, dafür gab es zwei Minuten wegen Behinderung. Die Scheibe lief sehr gut in Reihen der Gäste, den entscheidenden Schuss konnte man jedoch nicht abgeben, so dass es beim 1:0 blieb. In der 18. Minute hatte Benni Zientek den zweiten Treffer auf der Kelle, er scheiterte aber an Miro Hanuljak. So blieb es bei der kanppen Führung nach den ersten 20 Minuten.

Auch der zweite Abschnitt begann mit einer Strafe gegen die Wölfe, es traf Radek Duda wegen Hakens. Die Gäste waren gerade einmal vier Sekunden komplett, da staubte Benjamin Zientek zum 2:0 ab, der Schuss aufs Tor kam von Justin Kelly. In der 24. Minute ging dann die Strafbanktür der Schwaben auf, Marcus Sommerfeld hielt und musste sitzen. Auch diesmal war das Powerplay sehr gut anzuschauen, lediglich der Killerinstinkt beim Abschluss war der, der fehlte. Das Tempo der Partie war weiterhin hoch und in der 31. Spielminute erzielte Niko Linsenmaier den Anschlusstreffer nach starker Vorarbeit von Chris Billich und Tobias Kunz – nur noch 2:1 und Jubel bei den ca. 80 mitgereisten Freiburgern. Dem Vorwärtsdrang der Steelers schadetet der Gegentreffer jedoch nicht, Miro Hanuljak im Anschluss wieder mehr im Fokus des Spiels. Nach Foul am Goldhelm der Wölfe Ben Walker, musste Bastian Steingroß in der 35. Minute auf die Strafbank. Einen Schuss von Chris Billich parierte Ilya Sharipov stark und auch in der restlichen Unterzahl hielt er seinen Kasten sauber. 51 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels nochmal Strafe gegen Freiburg, es traf Ben Walker wegen Hakens. Passiert ist nichts mehr und es ging mit der 2:1-Führung in den Schlussabschnitt.

Dieser begann mit einem 69-sekündigen Powerplay für Bietigheim, was Zählbares wollte nicht rausspringen. Keine Minute später hatten die Schwaben aber erneut die Möglichkeit mit einem Mann mehr zu spielen, denn Radek Duda musste erneut in die Kühlbox. Doch der Motor der Überzahlmaschine der Steelers stotterte bis dato ein wenig und der dritte Treffer fiel nicht. Im gegenzug hatte Ben Walker die riesen Chance zum Ausgleich, konnte die Scheibe aber nicht über die Linie befördern. Auf der Gegenseite scheiterte Alex Preibisch an Miro Hanuljak. Die Spannung in der EgeTrans Arena nahm mit ablaufender Uhr zu – die Badener wollten den Ausgleich, die Schwaben die Entscheidung. In der 51. Minute hieß es für Shawn Weller wegen übertriebener Härte zwei Minuten ausruhen. Doch aus das insgesamt sechste Überzahl der Wölfe blieb erfolglos. Doch der Druck in den Schlussminuten auf das Tor der Steelers nahm zu. Bei einem Schuss von Enrico Saccomani musste Ilya Sharipov sein ganzes Können aufbieten. 1:12 Minuten vor der Schlusssirene nahm Wölfe-Coach Leos Sulak eine Auszeit und seinen Keeper vom Eis. Der Ausgleich wollte nicht fallen, stattdessen besiegelte Tyler McNeely mit seinem ersten Tor für die Steelers den ersten Dreier!

von Patrick Jonza

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