Nächstes Spiel:
17.12.2017
17:00 Uhr
Letztes Spiel:
3:1

3 Punkte nach Torspektakel - Steelers besiegen Ravensburg mit 7:5

Freitag, 29.09.2017, Bietigheim Steelers - Ravensburg Towerstars
7:5

Am heutigen Abend kam es in der EgeTrans Arena, wie bereits am vergangenen Spieltag, wieder zu einem Landesduell – diesmal waren die Towerstars aus Ravensburg zu Gast. Die Oberschwaben lagen nach 4 Spieltagen, mit 4 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz etwas hinter den eigenen Erwartungen. Für den Anschluss in der Tabelle benötigt das Team von Jiri Ehrenberger deshalb Punkte, auch auswärts. Der Gästecoach musste im württembergischen Vergleich auf Mathieu Pompei, Stephan Vogt und David Zucker verzichten. Die Steelers als Tabellendritter nach dem Heimsieg gegen Freiburg auf einem guten Weg, um die Festung Ellental erneut erfolgreich zu verteidigen. Bei diesem Vorhaben standen Coach Kevin Gaudet weiterhin Rob Brown und Freddy Cabana nicht zur Verfügung, auch Benjamin Hüfner fiel aus. Erstmals stand Andrew McPherson für die Steelers in einem Pflichtspiel auf dem Eis.

Vor den 2.134 Zuschauern gaben die Gäste sofort Gas und deren erste Chancen waren sichere Beute für Silo Martinovic. Die Towerstars anfänglich mit schnellem und aggressivem Forechecking, störten den Bietigheimer Spielaufbau im eigenen Drittel. So auch nach 1:35 Minuten ein Scheibengewinn im Drittel der Hausherren an der Bande. Die Scheibe kam schnell in den Slot zu Vinzenz Mayer, welcher Silo Martinovic keine Chance ließ und zum 1:0 für die Oberschwaben traf. Die Ellentaler trotz dem Rückstand nun deutlich besser im Spiel und die ersten Strafen gegen Lukas Slavetinsky und Benjamin Zientek jeweils wegen Beinstellen blieben ohne Folgen. Aber auch die Reihe Shawn Weller, Tyler McNeely und Norman Hauner machte immer wieder mächtig Druck im Drittel der Towerstars. In der 8. Minute schnappte sich Matt McKnight an der blauen Linie die Scheibe und ließ nach einem kurzen Sprint Jonas Langmann absolut keine Chance und netzte zum 1:1 ein. Mit dem Ausgleich nahm der Druck der Ellentäler zu und Jonas Langmann verhinderte innerhalb einer Minute gleich mehrfach einen Rückstand seiner Farben. Aber auch Silo Martinovic konnte sich nicht beklagen und vereitelte zwei hochkarätige Chancen der Ravensburger Marc Schmidpeter und Lubor Pokovic. Auf der anderen Seite scheiterte dann Max Lukes am sicheren Rückhalt der Towerstars. Nach knapp 10 gespielten Minuten wurden die Steelers für ihre Arbeit belohnt: Den Schuss von Norman Hauner konnte Jonas Langmann noch parieren, aber den Abpraller versenkte Tyler McNeely unhaltbar im Tor der Towerstars zum 2:1. Tyler McNeely belohnte damit seinen guten Einsatz mit einem sehenswerten und wichtigen Tor. Als Marcus Sommerfeld wegen Spielverzögerung pausieren musste hatte Tyler McNeely noch einen Shorthander auf der Kelle, aber er scheiterte am starken Jonas Langmann. Die Steelers erhöhten den Druck und in der 15. Spielminute vollendete Alex Preibisch nach einem Zuckerpass von Matt McKnight zum längst verdienten 3:1. Die Schwaben suchten weiterhin den Torerfolg und die Oberschwaben hatten Mühe die Angriffe abzuwehren. In der vorletzten Spielminute musste erst Maximilian Kolb wegen Halten und kurz darauf Adam Lapsansky wegen hohem Stock mit Verletzung in die Box. Im doppelten Überzahlspiel lief die Scheibe gut bei den Steelers jedoch leider ohne zählbaren Erfolg. So ging es beim verdienten Spielstand von 3:1 in die erste Pause.

Im Mitteldrittel die Hausherren weiterhin in Überzahl jedoch noch nicht richtig im Spiel. Die Oberschwaben jedoch absolut effektiv und Thomas Supis nutzte nach 2 Spielminuten eine Unaufmerksamkeit und verkürzte in Unterzahl zum 2:3 für die Gäste. Nach einer Strafe von Max Prommersberger wegen Haken glich Artus Kruminsch in der 24. Minute zum 3:3 aus – sein Schuss wurde unhaltbar für Silo Martinovic abgefälscht. Die Steelers versuchten weiter das Spiel zu gestalten und 2 Minuten nach dem Ausgleich behielt Norman Hauner im Torraum den Überblick und stocherte die Scheibe ins Ravensburger Tor zum 4:3. Dieser Treffer wurde jedoch erst nach der Sichtung der Videoaufzeichnung durch die Unparteiischen gegeben. Als im mittleren Spielabschnitt noch 6:25 zu spielen waren setzte sich Rene Schoofs nach guter Vorarbeit von Max Prommersberger und Dominik Auger durch die gegnerische Reihe und erhöhte zum wichtigen 5:3 für die Ellentäler. Doch wer dachte, das Spiel ist entschieden irrte gewaltig, den mit einem Doppelschlag glichen die Ravensburger zum 5:5 aus. Erst traf Artus Kruminsch und in derselben Minute legte Adam Lapsansky nach und so ging es mit dem Stand von 5:5 in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel die Bietigheimer wieder besser im Spiel und Norman Hauner, Bastian Steingroß sowie Kodi Schwarz scheiterten aus guter Position am sicheren Towerstars-Goalie Jonas Langmann. Nach einer Strafe von Marcus Sommerfeld wegen unnötiger Härte zeigten die Schwaben ein sehr gutes Unterzahlspiel. Aber auch in Überzahl, als Raphael Kapzan wegen einem unkorrekten Körpereinsatz in die Box musste, lief die Scheibe gut. Gute Chancen hatten in dieser Phase Dominik Auger und Max Lukes sowie Benjamin Zientek, welcher am Pfosten scheiterte. Die Stählernen hielten den Druck weiter aufrecht und als noch 5:40 auf der Uhr standen wurde Justin Kelly durch Max Lukes mustergültig bedient und dieser ließ dem Ravensburger Goalie keine Chance und erhöhte zum längst verdienten 6:5. Es waren noch 2:02 zu spielen als Vinzenz Mayer wegen unnötiger Härte in die Kühlbox durfte und diese Unterbrechung nutzte Jiri Ehrenberger für ein Timeout. Nach dem anschließenden Bully nahm der Ravensburger Trainer seinen Torhüter in Unterzahl für einen weiteren Spieler vom Eis. Benjamin Zientek erhöhte 1:01 vor dem Ende durch einen Emtynet-Treffer zum 7:5 Endstand.   

Die Steelers konnten den Württembergkrimi mit einem 7:5 zu ihren Gunsten und sicherten sich damit den nächsten Dreier.  

Spieler des Abends wurden bei den Ravensburgern Artus Kruminsch und bei den Bietigheimern Tyler McNeely.

Am Sonntag geht es für die Steelers nach Weisswasser – Spielbeginn gegen die Lausitzer Füchse ist um 17.00 Uhr.  

Bericht: Ralf Endres 

von Bietigheim Steelers

Zurück