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Jede Serie hat einmal ein Ende - Steelers verlieren gegen Freiburg mit 4:5 n.V.

Dienstag, 26.12.2017, Bietigheim Steelers - EHC Freiburg
4:5 n.V.
Trotz überragender Stimmung - die erste Niederlage ist perfekt

Am heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag war der EHC Freiburg zu Gast im Ellental. Die Wölfe brauchten einen Sieg um den Anschluss an die Pre-Playoff-Plätze zu wahren. Beim Team von Trainer Kevin Gaudet fehlten mit Justin Kelly und Norman Hauner weiter zwei wichtige Stützen. Im Tor begann heute Ilya Sharipov für Silo Martinovic.

Das Spiel vor den 2.836 Zuschauern begann mit hohem Tempo der Hausherren, denn bereits nach 51 Sekunden hatte Shawn Weller, frei vor Wölfe-Goalie Jaroslav Hanuljak, die Chance auf die Führung, er scheiterte jedoch knapp. Doch auch die Gäste versteckten sich nicht und suchten den Weg nach vorne. Es entwickelte sich ein munteres Spiel in den Anfangsminuten, dem die Hausherren den Stempel ein wenig mehr aufdrückten. Zur ersten Strafe kam es in der fünften Minute, Die Hauptschiedsrichter Marcus Brill und Sascha Westrich schickten den ehemaligen Bietigheimer Jakub Körner wegen Hakens in die Kühlbox. In diesem Powerplay dauerte es lediglich fünf Sekunden ehe es klingelte. Tyler McNeely führte das Bully offensiv aus und Shawn Weller drückte die Scheibe zur 1:0-Führung über die Linie – Auftakt nach Maß! Nun übernahmen die Schwaben komplett die Initiative, mussten jedoch bei den schnellen Gegenstößen, vor allem von Niko Linsenmaier, stets auf der Hut sein. In der 10. Minute mündete diese Überlegenheit im 2:0 durch Dominic Auger, der den Aufbaupass der Wölfe abfing und mit einem satten Schuss traf. Die Stimmung in der Arena passte sich dem Spiel der Steelers an – sie war hervorragend. 4:22 Minuten vor dem ersten Pausentee musste erneut ein ehemaliger Steeler auf die Strafbank, es traf Marc Wittfoth wegen Hakens. In diesem lief die Scheibe sehr gefällig, doch es tat sich keine Lücke auf um einen gefährlichen Schuss zu platzieren, so dass es bei der 2-Tore-Führung blieb. Als sich schon einige Fans auf den Weg zu den Imbissbuden machten, ärgerten diese sich bestimmt, denn sie verpassten das 3:0 durch René Schoofs der per Abstauber nach Schuss von Freddy Cabana traf. Mit dem 3:0 ging es in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit zwei dicken Möglichkeiten für Tyler McNeely und Shawn Weller, die aber beide am starken Miroslav Hanuljak scheiterten. Der Druck war in den ersten zwei Minuten immens aber auch Matt McKnight konnte den Wölfe-Schlussmann nicht bezwingen. Doch wie so oft im Sport – wer seine Chancen vorne nicht nutzt, der kassiert hinten einen! So in der 23. Minute als Radek Duda das Anspiel vor Ilya Sharipov gewann und Radek Babka zum 1:3 traf. Nur wenige Sekunden später rettete Ilya Sharipov gegen Niko Linsenmaier den Vorsprung, indem er seinen Schuss entschärfen konnte. Die Gäste nun präsenter und gefährlicher. Mitten in die beste Phase der Wölfe erlaubte sich Niko Linsenmaier ein Foul, dass nicht unbedingt gepfiffen werden musste. Erneut gab es Powerplay für die Hausherren, dass jedoch nicht genutzt werden konnte. Kaum komplett packte Ilya Sharipov gegen Mark Mancari bockstark zu und hielt den Hammer des Kanadiers sicher.  Miroslav Hanuljak ließ sich nicht lumpen und packte kurz darauf gegen Andrew McPherson ebenfalls eine super Rettungstat aus. Das Spiel zur Halbzeit komplett ausgeglichen. In der 35. Minute gab es dann Penalty für die Wölfe, da Niko Linsenmaier auf dem Weg zum Tor regelwidrig gestoppt wurde. Der gefoulte lief an und überwand Ilya Sharipov zum 2:3-Anschlusstreffer. Die Antwort der Schwaben ließ nicht lange auf sich warten doch Tyler McNeely scheiterte am Wölfe-Goalie genauso wie Alex Preibisch ein wenig später. Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt und der Schlussabschnitt versprach spannend zu werden.

In diesem hatte Freddy Cabana die erste gefährliche Situation, konnte den vierten Treffer aber nicht setzen. In der 43. Minute bat dann Radek Duda zum Tänzchen und umkurvte die Defensive der Steelers und markierte den 3:3-Ausgleich. Der Jubel unter den ca. 200 mitgereisten Wölfe-Fans riesig. Die Chance auf das 4:3 verpasste dann Marcus Sommerfeld, der in der 48. Minute an Hanuljak scheiterte. Fast im Gegenzug gelang Chris Billich der vierte Treffer für seine Farben, doch auch er zielte zu ungenau – beide Teams suchten die Entscheidung. In der 50. Minute sorgte der unbändige Wille des Shawn Wellers für das 4:3. Nach einem Schuss von Benjamin Hüfner schmiss sich der Amerikaner in den Slot und bugsierte den Puck im Fallen über die Linie! Dann gab es wieder Strafe gegen die Wölfe – Tobias Kunz erwischte es wegen Stockschlags. Doch die Freiburger verteidigten geschickt und ließen das Spiel offen und hatten ihrerseits Pech als Enrico Saccomani vor der blauen Linie abzog und die Scheibe gegen die Latte klatschte. Wenn es einen „blöden“ Zeitpunkt gibt die erste Strafe zu kassieren, dann ist jener, den sich die Schwaben aussuchten. Tyler McNeely und Niko Linsenmaier behakten sich gegenseitig und der Kanadier bekam die Strafe. Eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Trainer Leos Sulak nutzte die Situation und nahm seinen starken Goalie vom Eis. Dies nutzten die Wölfe in Form von Mark Mancari aus und erzielten den 4:4-Ausgleich von der blauen Linie. Somit ging es in die Overtime.

In dieser nutzten die Wölfe einen Scheibenverlust der Steelers eiskalt aus und wiederrum war es Mark Mancari, der nach dem Ausgleich auch den Siegtreffer markierte. Gespielt waren gerade einmal 32 Sekunden und somit sind die Freiburger das erste Team, das im Ellental in dieser Saison gewinnen konnten.

Bereits am Donnerstag um 19:30 Uhr haben die Schwaben jedoch die Möglichkeit eine neue Serie zu starten, es geht in der EgeTrans Arena gegen die Ravensburg Towerstars.

von Patrick Jonza

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