Letztes Spiel:
0:2

„Wenn wir jetzt nicht treffen, hat sich das Ziel bewegt“ – die Fantalk-Zusammenfassung

Um kurz vor 19:30 Uhr meldete Manfred Nirk vom Förderverein der Steelers „ausverkauft“ im Vereinsheim Overtime. Über 150 Fans und Eishockeyinteressierte kamen um zu hören, was Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch zu aktuellen Lage der Steelers zu berichten hat.

 
Nach der Begrüßung der gesamten Vorstandschaft des SC Bietigheim-Bissingen beherrschte ein Thema die Gesprächsrunde – der weiter nicht stattfindende Auf- und Abstieg zwischen der DEL und der DEL2. Von der Behauptung, dass dieser wegen den Steelers nicht eingeführt wird, distanzierte sich Volker Schoch. Es bestand zu keinem Zeitpunkt für die DEL die Gefahr, die Bürgschaften aus Bietigheim nicht zu erhalten. Diese wurden mehrfach durch die Banken und Sponsoren in schriftlicher als auch in mündlicher Form bestätigt. Das Urteil war dann für alle ein Schock. Volker Schoch betonte in diesem Zuge nochmals, dass wenn die DEL gewollt hätte, dann würde es den Auf- und Abstieg geben.
 
Auf die Frage ob man eventuell diesmal was „daraus gelernt“ habe, meinte der Geschäftsführer, dass alle Banken die neuen Formulierungen bekommen haben. Dies ist gleichzeitig auch die Bestätigung, dass die Steelers auch in diesem Jahr die Bürgschaft über die 816.000 EUR legen werden.
 
Daraufhin kam die Frage nach dem „Warum“ auf und ob man sich „erneut von der DEL am Nasenring durch die Manage ziehen lassen will“ auf. Als Antwort kam, dass man es versuchen muss, denn wenn man es lässt hat die DEL „gewonnen“. Da der Vertrag mit der DEL am Saisonende ausläuft, ist dies auch zeitgleich der vorerst letzte Versuch. Es wird alles daran gesetzt, dass dieser letzte Schuss sitz. Tut er es nicht „hat sich das Ziel bewegt“, so Schoch.
 
Da Rosenheim abgestiegen ist, hat die Liga den Auftrag einen sechsten Club zu definieren, welcher die Bürgschaft stellt. Dies geht man gemeinsam an.
 
Volker Schoch bedankte sich dann bei den Fans, die sich nach bekannt werden des Urteils stets fair verhalten haben. Zum ersten Heimspiel nach dem Urteil fuhr er mit einem mulmigen Gefühl in die Arena und war sehr froh, dass man untereinander wirklich fair umgegangen ist. Er betonte nochmals, dass alles getan wird, um die Voraussetzungen diesmal erfüllt werden.
 
Kontrovers diskutiert wurde auch ob die Steelers die 100.000 EUR legen sollen, die dazu dienen zur Lizenzprüfung zugelassen zu werden, falls ein Club in der DEL nicht weiter am Spielbetrieb teilnehmen kann. Der Aufsichtsrat prüft im Moment ob die Summe hinterlegt wird. Gestern kristallisierte jedoch heraus, dass ein nicht erheblicher Teil der anwesenden Fans dies kritisch sieht. Auf die Anmerkung wie die Sponsoren dies sehen, teilte Volker Schoch mit, dass der Rückhalt der Sponsoren da ist, egal ob gelegt wird oder nicht.
 
Generell lobte er die Unterstützung der Sponsoren, die auch signalisiert haben, dass sie den Weg mit nach oben in die DEL gehen würden, sofern er mal kommen sollte. Budgets würden erhöht werden und neue Partner würden auch Gewehr bei Fuß stehen, so dass man dann das erste Jahr in der DEL genießen könnte. Im Scherz meinte Volker Schoch dann, „vielleicht gefällt es uns dann bei denen, über die wir heute schimpfen so gut, dass wir froh sind, dass es keinen Abstieg gibt“…
 
Im Anschluss an den großen Block des Themas „Auf – und Abstieg“ ging es um Vorschläge zu Marketingmaßnahmen, welche die Marke „Steelers“ bekannter machen können. Das Einzugsgebiet ist immens und aus dem Fanlager kamen einige sehr gute Vorschläge, die jetzt intern und auf Umsetzbarkeit geprüft werden. Auch über das Catering, Spielergebnisse sowie die Einblendung der Schiedsrichter wurde gesprochen und die Theman werden in Angriff genommen.
 
Zu den anstehenden Playoff-Spielen wird es keinen Aufpreis bei den Tickets geben. Sollte es jedoch tatsächlich zum Duell mit den Falken kommen, muss man sich nochmals Gedanken machen. Wie sich die Dauerkartenpreise in der kommenden Spielzeit sein werden, wird im Moment ebenfalls geprüft.
 
Geprüft wird auch die Unterstützung von Förderlizenzspielern im Generellen. Volker Schoch brachte als Beispiel den SC Riessersee an, an dem man sehen kann, wie gut eine Kooperation funktionieren kann. In Bietigheim ist es schwer einen passenden Partner zu finden. Hier wird aber auch die bereits sehr gute Zusammenarbeit mit dem SC Bietigheim intensiviert und ausgebaut, um eigene Talente zu fördern und zu fordern, sowie junge Talente ins Ellental zu lotsen und ihnen die Chance zu geben, im Profikader Fuß zu fassen.
 
Dann ging es um den Kader und um Trainer Kevin Gaudet. Im Moment haben noch keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung stattgefunden, diese werden aber definitiv stattfinden und eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Es wird auch an einer Weiterverpflichtung der Top- und Schlüsselspieler gearbeitet. Alle Fans können sich sicher sein, dass auch in der kommenden Saison ein Team auf dem Eis stehen wird, dass den Zuschauern attraktives und erfolgreiches Eishockey präsentieren wird.
 
Zum aktuellen Wochenende verkündete Volker Schoch zum Abschluss der Veranstaltung noch, dass Rob Brown und Silo Martinovic wieder fit sind. Max Prommersberger wird am Wochenende aussetzen und Justin Kelly wird in der kommenden Woche zurückkehren. Man wird, wenn nichts dazwischen kommt, mit einem kompletten und gesunden Kader in die Playoffs gehen und daher auch von weiteren Verpflichtungen absehen.
 
Nach knapp 90 Minuten war der Fantalk beendet. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen anwesenden Fans für das Kommen und die rege Beteiligung bedanken. Danke auch an den Förderverein für das Bereitstellen des Vereinsheims sowie die Bewirtung.
 
Wir sehen uns am Sonntag beim Derby gegen Heilbronn!

von Patrick Jonza

Zurück