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Wir stellen vor - die Dresdner Eislöwen

Die Teams aus Sachsen schließen wir heute mit den Eislöwen aus der Elbmetropole Dresden ab, die mit einem neuen Dompteur hinter der Bande an den Start gehen werden.

Im letzten Jahr mussten die Dresdner bereits im Viertelfinale der Playoffs, nach einer spannenden und intensiven Serie die über die volle Distanz ging, die Segel streichen. Nach sieben Spielen war gegen den ESV Kaufbeuren die Saison beendet. Beendet hat auch Bill Stewart sein Engagement als Trainer, er wechselte nach Straubing in die DEL. Neuer Coach der ambitionierten Sachsen ist der langjährige Ex-Rosenheimer Franz Steer. Der Bayer kennt die Liga wie kaum ein Zweiter und möchte frischen Wind durch die Energieverbund Arena wehen lassen.

Damit das gelingt musste man im Sommer den Weggang von acht, zum Teil auch Leistungsträgern, kompensieren. Vor allem das Karriere-Ende von Toptorjäger Brendan Cook wiegt schwer, immerhin verbuchte er mit 31 Toren die meisten aller Dresdner. Neu an der Elbe ist der Kanadier Marc Siddall, der aus Graz kommt. Er verbrachte die letzten drei Jahre in der EBEL und möchte nun in der DEL2 auf sich Aufmerksam machen. 121 Punkte aus 184 Spielen können sich durchaus sehen lassen. Sein Landsmann Nick Huard ist 26 Jahre alt und wechselt aus der ECHL zu den Eislöwen. Auch er weiß wo das Tor steht, was seine 109 Punkte aus 164 Spielen verdeutlichen. Prominentester Neuzugang ist wohl Thomas Pielmeier, der die letzten vier Jahre in der DEL bei Schwenningen und in Ingolstadt verbrachte. Doch auch in der DEL2 kennt er sich aus, für Kassel, Kaufbeuren, Hannover, Ravensburg und Crimmitschau kommt der 30-Jährige Leader auf 194 Spiele, in denen ihm 78 Punkte gelangen. Der einzig verbliebene Importspieler aus dem Vorjahr ist der Finne Juuso Rajala, der während der Saison aus Bad Nauheim kam. 21 Punkte aus 21 Einsätzen waren Grund genug ihn weiter im Trikot der Eislöwen spielen zu lassen. Ebenfalls bereits im letzten Jahr gingen Alexander Höller und Martin Davidek sehr erfolgreich auf Torejagd für Dresden, in der kommenden Spielzeit möchten sie dies mindestens genauso gut tun. Auch Marius Garten, Steven Rupprich und der schnelle Dominik Grafenthin blieben an der Elbe und werden weiter für Torgefahr sorgen. Das Franz Steer mit jungen Talenten umgehen und sie fördern kann, bewies er in Rosenheim. Mit Mike Glemser, Timo Walther und Cedric Schiemenz möchte er dies in Dresden fortführen – das Zeug dazu sich durchzusetzen bringen sie mit. 

In der Verteidigung wechselte mit Mirko Sacher der punktbeste Verteidiger zurück nach Schwenningen in die DEL. Pat Baum zog es mit seiner Familie wieder in die Heimat. Dennoch haben die Dresdner mit die stärkste Abwehr der Liga. In der vergangenen Saison stellten sie die drittbeste der Liga. Mit Petr Macholda und René Kramer konnten zwei erfahrene Leader gehalten werden. Auch Tomas Schmidt zählt dazu und geht in seine vierte Saison bei den Elbstädtern, genauso wie der 22-jährige Sebastian Zauner. Die Verteidigung verstärken soll der Kanadier Shawn Boutin, der im letzten Jahr in Großbritannien spielte und davor fünf Jahre in der ECHL. Mit 88kg verteilt auf 1.77m, kann er zu einem sehr unangenehmen Gegenspieler werden. Aus Kassel wechselt Steve Hanusch nach Dresden, der während der Saison nach fünf Jahren in Krefeld in die DEL2 ging. Der 26-jährige ist definitiv eine Verstärkung, der auch in der Offensive überzeugen kann. Aus Rosenheim bringt Franz Steer Gustav Veisert mit, für den 21-jährigen wird es die erste Station außerhalb Rosenheims sein. Arne Uplegger wurde aus dem DNL-Team hochgezogen und erhält seine Bewährungschance bei den Profis.

Im Tor setzt man in diesem Jahr auf eine rein deutsche Lösung. Mit Marco Eisenhut konnte man ein großes Talent verpflichten, dass mit 22 Jahren erst am Anfang seiner Karriere steht und in diesem Jahr endgültig seinen Durchbruch schaffen möchte. Als Backup holte man vom Oberligisten aus Selb den 30-jährigen Sebastian Stefaniszin, der bereits über 50-mal in der DEL im Tor stand. Auch in der EBEL war der erfahrene Goalie bereits aktiv. Als dritten Mann lizensierte Mann aus der DNL  den 18-jährigen Richard Seifert.

Die Duelle gegen die Eislöwen waren stets von Spannung und Klasse geprägt und wir freuen uns auf mindestens vier weitere in der kommenden Spielzeit.

von Patrick Jonza

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