Die Bietigheim Steelers bleiben zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde im Kampf um Platz drei im Rennen. Die Mannschaft von Trainer Christian Brittig kam beim ESV Kaufbeuren dank eines hervorragenden letzten Drittels zu einem Punkt und wahrte sich daher alle Chancen auf den dritten Tabellenplatz nach dem nächsten Wochenende.
In einer von Taktik geprägten Partie agierten die Schwaben aus der sicheren Defensive heraus. Die minimierten Steelers - ohne Walton, Wittfoth und Pascal Schoofs - ließen nur wenig Schüsse auf das Tor von Sinisa Martinovic zu. Einzig eine Unachtsamkeit leisteten sich die Gäste, die von Jordan Webb zugleich mit dem 1:0 Führungstreffer bestraft wurde (7.). Die Antwort der Steelers folgte aber nur knapp 70 Sekunden später. Justin Kelly spazierte durch die ESVK Abwehr und versenkte den Puck hinter dem heute hervorragenden Thomas Tragust (9.).
Mit dem 1:1 gingen beide Teams auch ins Mitteldrittel, in dem die Steelers vor allem in zwei Überzahlsituationen die Führung mehrfach auf dem Schläger hatten. Am Ende scheiterten sie aber am Schlussmann der Joker. Besser machten es die Gastgeber in doppelter Überzahl. Als Schiedsrichter Brüggemann Justin Kelly und Doug Andress auf die Strafbank schickte, nutzte Petr Sikora die Chance und überwand Sinisa Martinovic zum 2:1 (37.). Es folgte, wie schon vor einer Woche in Hannover, der schwäbische Schlussspurt im letzten Drittel. Die Steelers schnürten die Joker fast permanent in deren Drittel ein. Völlig verdient dadurch der Ausgleich durch Dominik Hammer, der die Scheibe bereits nach zwei Spielminuten über die Linie drückte. Auch im folgenden Spielverlauf machten die Steelers weiter Druck und drängten auf die Entscheidung. Justin Kelly, Alexander Serikow oder aber Greg Schmidt (49.) scheiterten am Fließband am Mann des Abends im ESVK-Tor.
Das Spiel ging in die Verlängerung und wurde durch den „plötzlichen Tod“ durch den ehemaligen Steelersverteidiger Jakub Körner (64.) beendet. Trotz des guten letzten Drittels zeigte sich Christian Brittig nach dem Spiel unzufrieden mit der gebotenen Leistung seines Teams: „Wir werden nun in den kommenden zwei Wochen nochmals richtig Gas geben und uns auf die Play-Offs vorbereiten. Wenn wir so auftreten wie heute Abend haben wir sonst schnell Urlaub!“ - Eine klare Ansage also, dass mit den Schwaben in den Play-Offs zu rechnen sein wird.