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Bittere Pleite in Rosenheim
Spielbericht /

Vor 4.025 Zuschauern im ROFA-Stadion kassierten die Steelers am 41. Spieltag der DEL2 bei den Starbulls Rosenheim eine deutliche 1:6-Niederlage. In einer lange Zeit defensiv geprägten Partie hielt Bietigheim kämpferisch dagegen, geriet jedoch mit zunehmender Spieldauer ins Hintertreffen.
Mit fast voller Kapelle – lediglich Alex Dostie, Mike Fischer, Maximilian Söll und Benjamin Zientek fehlten – schickte Headcoach Alexander Dück Florian Mnich zwischen die Pfosten. Die Anfangsphase war von Vorsicht geprägt. Beide Teams tasteten sich ab, lange Pässe bestimmten das Spiel, klare Chancen blieben zunächst Mangelware. Erst zur Mitte des Drittels wurde es gefährlicher, doch Mnich wie auch Rosenheims Schlussmann Oskar Autio behielten die Oberhand. In der 16. Minute fiel dann der erste Nadelstich: Jordan Taupert setzte sich gegen die SCB-Defensive durch und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Bietigheim mühte sich um Entlastung, blieb offensiv aber ohne Ertrag. Eine späte Strafzeit gegen die Steelers nahm man mit in den zweiten Abschnitt.
Diese Hypothek nutzten die Starbulls kurz nach Ablauf der Unterzahl: Dominik Kolb erhöhte früh auf 2:0. Die Steelers antworteten mit Druck, erspielten sich gute Möglichkeiten und erhielten selbst ein Powerplay – doch statt des Anschlusstreffers folgte der nächste Rückschlag. In Unterzahl kassierte Bietigheim das 3:0. Der Abend kippte endgültig, als Rosenheim in der 27. Minute auf 4:0 stellte und wenig später sogar das fünfte Tor nachlegte. Trotz aller Bemühungen fand kein Puck den Weg über die Linie. Eine 5-Minuten- plus Spieldauerstrafe gegen Bastian Eckl wegen eines Checks gegen den Kopf bestraften die Oberbayern eiskalt zum 6:0-Pausenstand.
Im Schlussdrittel wechselten die Steelers im Tor: Olafr Schmidt übernahm. Eine frühe weitere Unterzahl überstand Bietigheim ohne Gegentor, offensiv blieb Autio jedoch lange unüberwindbar. Den drohenden Shutout verhinderte schließlich Filip Reisnecker, der einen Konter eiskalt zum 6:1 nutzte. Mehr ließ Rosenheim nicht mehr zu – der Endstand war zugleich Ausdruck der Effizienz der Gastgeber.
Unterm Strich entschieden konsequente Chancenverwertung, ein starkes Special Team der Starbulls und ein bitterer Strafzeiten-Abschnitt die Partie. Die Steelers ließen Moral erkennen, wurden für ihren Aufwand jedoch nicht belohnt.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht: Schon am Freitag geht es weiter. Dann ist der EHC Freiburg in der EgeTrans Arena zu Gast, Spielbeginn ist um 19:30 Uhr. Auf geht’s, Steelers!
Foto: DEL2 / Ludwig Schirmer