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Im ausverkauften Hexenkessel zum Ausgleich!
Spielbericht /
Die geilste Zeit im Eishockey ging ins zweite Spiel. Erstes Playoff-Heimspiel in der DEL2 für die Steelers seit 2021. Die Eishockey-Fans in der Region waren heiß auf diese Spiele und füllten die EgeTrans-Arena. Ca. 500 mitgereiste Oberschwaben bildeten den Gegenpart zu den Grün-Weiß-Blauen-Anhängern und sorgten für Lautstärke und eine Gänsehaut-Atmosphäre. Dies waren die besten Voraussetzungen, um in dieser Saison den ersten Sieg gegen die Towerstars einzufahren. Das Menü war angerichtet. Vor dem Spiel wurde unser Kapitän Alexander Preibisch für 500 Spiele im Trikot der Steelers geehrt.
Personell konnten die Coaches auf dasselbe Line-up zurückgreifen wie in der ersten Begegnung am Dienstag. Die Reihen wurden aber geringfügig umgestellt. Mike Fischer kehrte in die erste Reihe zurück und Bastian Eckl lief wieder in Reihe zwei auf. Im Tor startete unser Mister Zuverlässig, Olafr Schmidt.
Dieses Mal wurde der Start ins Spiel nicht verschlafen. Bastian Eckl fing einen Pass im Ravensburger Drittel ab, lief auf das Tor zu, umkurvte Ilya Sharipov und netzte mit der Rückhand zum 1:0 ein (1:10). Die Freude über die Führung hielt nicht lange. Im ersten Überzahlspiel der Steelers wurde der Fokus auf den Angriff gelegt. Der Puck wurde aber an der eigenen blauen Linie vertändelt, und Nikita Kessler wurde von der Defensive übersehen. Frei vor unserem Goalie stehend wurde er perfekt angespielt und konnte Olafr Schmidt zum 1:1-Ausgleich verladen (3:03). Prompt folgte der nächste Nackenschlag. Unsere Jungs in Unterzahl verteidigten bravourös, die Towerstars drängen auf die Führung. Bei einem Gerangel neben der Spielerbank wurde Bastian Eckl, der auf der Bank saß, von einem Schläger getroffen und musste zur Behandlung in die Kabine. Das Spiel wurde nicht unterbrochen, und just in der Sekunde, als unsere Jungs wieder vollzählig waren, erzielt Nikita Kessler mit seinem zweiten Treffer die 2:1-Führung für die Gäste (9:45).
Das Spiel wurde jetzt hitziger, und von beiden Mannschaften durfte jeweils ein Spieler wegen eines Faustkampfes für fünf Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. In der letzten Minute hatte Mike Fischer eine dicke Chance zum Ausgleich. Er wurde schön vor dem Gehäuse der Ravensburger angespielt, hatte aber das Visier etwas zu hoch eingestellt und schoss knapp über das Tor.
Der SCB kam mit viel Elan aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich. Einen schnell herausgespielten Konter schloss Jack Dugan mit einem fulminanten Schuss ab. Der Pfosten verhinderte den Ausgleich (23:11). Der Druck wurde noch einmal erhöht, und jetzt klappte es auch für Jack Dugan. Mit einem One-Timer nagelte er den Puck in die Maschen – der verdiente Ausgleich zum 2:2 (23:57). Jack Dugan hatte in der Folgezeit weitere Hochkaräter, schloss aber nicht selbst ab, sondern suchte den besser postierten Mitspieler. Den Ravensburgern gelang es immer wieder, einen Schläger in den finalen Pass zu bringen. Der SCB übernahm die Regie auf dem Eis, die Oberschwaben blieben mit ihren schnellen Kontern gefährlich. Der anhaltende Druck führte zum Erfolg. Der Goalie der Ravensburger musste einen Schuss von Luis Ludin nach vorne abprallen lassen. Dieser fiel direkt auf den Schläger von Mike Fischer, der zur 3:2-Führung vollendete (33:04). Aber auch die Konter der Towerstars blieben gefährlich. Nach einem geblockten Schuss von der blauen Linie kullerte der Puck vor dem Tor von Olafr Schmidt direkt auf den Schläger von Erik Karlsson, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (38:19). So ging es mit einem Unentschieden in die zweite Drittelpause.
Wie im zweiten Drittel startete der SCB mit viel direktem Zug zum Tor in das Spiel. Brett Kemp schnappte sich den Puck an der eigenen Linie und hatte keinen Gegenspieler vor sich, konnte aber Ilya Sharipov nicht überwinden (43:00). Wie im vorherigen Drittel dauerte es wieder nicht lange, bis die Ellentäler in Führung gingen. Jack Dugan passte von der rechten Bande scharf in den Slot, und der lange Schläger von Cole Fonstad vollendete zum 4:3 (43:47). Die 4.417 Zuschauer verwandelten die EgeTrans-Arena in einen Hexenkessel und wurden durch ein wirklich geiles Playoff-Hockey belohnt. Mit dem Messer zwischen den Zähnen ging das Spiel in die Crunch-Time. Jack Dugan verpasste knapp die Zwei-Tore-Führung (52:57). Brett Kemp scheiterte aus spitzem Winkel am Goalie. Die Halle stand minutenlang und unterstützte unser Team.
Minute 58: Timeout Ravensburg. Bully vor dem Tor der Steelers, und Ilya Sharipov blieb auf der Bank. Das Hallendach hob ab – infernalische Unterstützung in der Abwehrschlacht durch den siebten Mann. Es half nichts - Ausgleich zum 4:4 durch Robby Czarnik (59:41). Erneut ging es in dieser Serie in die Overtime.
Das nächste Tor entscheidet, der Druck lag auf beiden Teams. Die Steelers wirkten frischer und machten mächtig Druck. Cole Fonstad nagelte den Puck ans Gestänge (62:52). Bastian Eckl scheiterte aus kurzer Distanz am Goalie. Auch in der Overtime wurde der engagierte Einsatz belohnt. Mr. Jack Dugan schlenzte den Puck mit einem Handgelenksschuss aus halbrechter Position in die Maschen (63:34).
Damit war der wichtige 1:1-Ausgleich in der Serie geglückt und der Bann der Niederlagenserie gegen die Ravensburger gebrochen.
Am Sonntag, 22.03., kommt es in Ravensburg um 18:30 Uhr zum nächsten Showdown. Unterstützt das Team lautstark beim Auswärtsspiel am Sonntag.