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Kaufbeuren und Rosenheim vor der Brust

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Kaufbeuren und Rosenheim vor der Brust

Nach dem vergangenen Wochenende, an dem die Steelers gegen die beiden Spitzenreiter zwei gute Spiele aufs Eis brachten, aber nur ein Spiel in Overtime gewinnen konnten, warten am kommenden Wochenende der Tabellenletzte ESV Kaufbeuren und der Tabellendritte aus Rosenheim auf die Bietigheimer Jungs.

In der Saison 2025/26 hat sich für den ESV Kaufbeuren bisher eine sehr herausfordernde Spielzeit in der DEL 2 ergeben. In der laufenden Hauptrunde liegen die Allgäuer tief im Tabellenkeller mit bereits 11 Punkten Rückstand auf den Tabellenvorletzten Freiburg. Der Mannschaft droht ein Abstieg aus der DEL2.

Die bisherigen drei Duelle konnten die Bietigheimer allesamt gewinnen. Am vergangenen Wochenende unterlag Kaufbeuren zu Hause gegen Weiden und gewann auswärts mit 2:0 in Bad Nauheim.  

Die Saison der Männer aus dem Ostallgäu verlief bisher nach ähnlichem Muster: enge Spiele, häufig knappe Niederlagen und nur wenige Siege bis dato. Das zeigt zwar Engagement, aber man konnte die Leistung nicht in Punkte ummünzen. Es fehlen konstante Siege, um den drastisch negativen Trend zu drehen. Die Mannschaft hatte zudem mit Verletzungen und personellen Ausfällen zu kämpfen, etwa fehlende Stammkräfte in wichtigen Begegnungen, was sich negativ auf die Leistung auswirkte. Die besten Spieler des ESV sind Henri Kanninen, Tyson McLellan und Sami Blomqvist.

Damit zeigt das Team durchaus Offensivpotential, insbesondere durch Spieler wie Kanninen und McLellan, die zu den Leading Scorern gehören. Wobei Kanninen definitiv verletzt ausfallen wird. Die Defensivbilanz fällt jedoch deutlich schlechter aus: die Mannschaft kassierte deutlich mehr Gegentore als sie erzielte, was sich in einem negativen Torverhältnis widerspiegelt. Auch im Tor war es schwierig: Die Torhüterstatistiken zeigen mehr Niederlagen als Siege, teils mit suboptimalen Save-Percentages.  

Mehrere Spieler fehlten bereits aufgrund von Verletzungen und Krankheit, u. a. Schlüsselspieler wie Fießinger, Rogl oder Joly, was die Performanz zusätzlich beeinträchtigte. Das zeigt, dass die Mannschaft nicht immer ihre besten Kräfte auf dem Eis hatte, was gerade gegen starke DEL2-Teams schwer wiegt.

Doch es gibt auch positive Nachrichten: Durch die Olympia-Pause der DEL wird der EHC München all seine Förderlizenzspieler für den ESV Kaufbeuren auflaufen lassen. So ist am Freitag z.B. auch Nationalspieler Philip Sinn im Aufgebot des ESVK.

In den kommenden Spielen wird Kaufbeuren den Fokus auf eine stabilere Defensive, konstante Punkteausbeute und Wiederkehr verletzter Leistungsträger legen.

Das Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren findet am Freitag, 30.01.2026 in der EgeTrans Arena statt. Wer dabei sein will, sollte sich beeilen: Sitzplatztickets gibt es so gut wie keine mehr, Stehplätze sind aber noch ein paar vorhanden.

Am Sonntag, 01.02.2026 müssen die Steelers nach Bayern zu den Starbulls aus Rosenheim fahren. Die Rosenheimer sind derzeit einen Platz vor den Bietigheimern und haben 13 Punkte mehr auf dem Konto.

Die Starbulls Rosenheim spielen bisher eine sehr gute Saison und konnten zwei der drei bisherigen Duelle gegen die Steelers für sich entscheiden. Nach 37 absolvierten Spielen belegen sie mit 74 Punkten Rang 3 in der Liga – nur hinter den Krefeld Pinguinen und den Kassel Huskies. Diese Bilanz zeigt: Rosenheim spielt klar oben mit, hat eine positive Tordifferenz und sammelt in der Vorrunde viele Punkte – was die Mannschaft zu einem ernsthaften Playoff-Kandidaten macht. Rosenheim hatte einen insgesamt starken Start und einen stabilen Verlauf der Hauptrunde. Die Ergebnisse in der Saison 2025/2026 zeigen, dass die Starbulls konkurrenzfähig gegen starke Teams sind. Sie gewinnen enge Spiele und konnten auch Kantersiege einfahren, etwa beim Kaufbeuren-Spiel oder gegen Weiden. Besonders im mittleren Saisonverlauf zeigten sie konsequent offensive Leistungen.  

Die Scoring-Liste der Starbulls in dieser Saison zeigt mehrere Leistungsträger: Scott Feser, Shane Hanna, Ville Järveläinen, C.J. Stretch und Teemu Pulkkinen.

Diese Verteilung zeigt, dass die Starbulls breit aufgestellt sind und nicht nur von einem einzigen Scorer abhängig sind. Järveläinen und Feser gehören zu den offensiven Hauptakteuren, während Verteidiger wie Shane Hanna ebenfalls wichtige Beiträge leisten.  

Mit 119 erzielten Toren und 83 Gegentoren hat Rosenheim eines der besseren Torverhältnisse der Liga – ein Hinweis darauf, dass nicht nur offensiv, sondern auch defensiv solide gearbeitet wird. Die Kombination aus stabiler Defensive und abwechslungsreicher Offensive macht sie zu einem Schlüsselteam für die Playoffs.  

Die Starbulls haben eine gute Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Spielern.

Mit dieser Leistung stehen die Starbulls Rosenheim auf Kurs Playoffs – vermutlich sogar mit Heimvorteil in der ersten Runde. Das Team zeigt breite Scoring-Qualität, taktische Stabilität und mentale Stärke – wichtige Faktoren für die Entscheidungsspiele Ende der Hauptrunde oder in den Playoffs.

Das Spiel gegen die Starbulls findet am Sonntag, 01.02.2026 um 17 Uhr im ROFA-Stadion in Rosenheim statt.