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Steelers drehen das nächste Spiel zum 6-Punkte-Wochenende

Spielbericht /

Steelers drehen das nächste Spiel zum 6-Punkte-Wochenende
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vs.
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Nach dem starken Comeback in Crimmitschau sollten am Sonntagnachmittag die nächsten Punkte für die Steelers folgen. Die 3.421 Fans in der EgeTrans-Arena hofften nach den vielen Gegentoren der letzten Wochen insbesondere auf eine stabilere Defensive im Duell mit Weiden. Außerdem war bereits vor Spielbeginn klar, dass ein Sieg der Schwaben nach 60 Minuten den Vorsprung des Aufsteigers von 2025 auf die Playdown-Plätze komfortabel vergrößern würde. So stieg im Ellental die Vorfreude auf ein „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den Aufsteiger von 2024. Im ersten direkten Aufeinandertreffen der laufenden Saison setzte sich der SCB mit 6:1 durch und leitete damit als damaliges Tabellenschlusslicht seine große Aufholjagd ein. Am 5. Dezember behielten dann die Blue Devils in ihrem eigenen Wohnzimmer die Überhand.

In den ersten 5 Minuten wurde es bereits vor beiden Toren gefährlich, da die Scheibe mehrmals im Slot landete, allerdings keinen Abnehmer fand. Die erste große Möglichkeit Bietigheims hatte der formstarke Kemp, der aus wenigen Metern und zentraler Position an Wolf scheiterte. Die Oberpfälzer bekamen ihre große Gelegenheit in der 10. Minute, als Ward im Powerplay seinen freistehenden Mitspieler fand. Edfelder ließ Schmidt keine Chance und platzierte die Scheibe perfekt im rechten Winkel. Gerade Mal 30 Sekunden später verwertete Marek Racuk einen Querpass von Mick Hochreither und lieferte damit die perfekte Antwort auf den Gegentreffer. Nachdem sich die beiden Teams in der Folge erstmal abtasteten, waren es dann die Steelers, die kurz vor der Pause nochmals Druck erzeugten, den Führungstreffer jedoch verpassten.

Obwohl Bietigheim den Mittelabschnitt mit viel Scheibenbesitz und einem Powerplay einleitete, gehörten die ersten Hochkaräter den Gästen, die kurz vor dem Powerbreak mehrfach am aufmerksamen Olafr Schmidt scheiterten. Erst in der 31. Minute wurden die Hausherren gefährlich, als Basti Eckl einen Onetimer aus halblinker Position zu zentral platzierte. In der Folge suchte die erste Reihe der Grün-Weiß-Blauen stets die Lücke und den richtigen Zeitpunkt für den Querpass in den Slot, doch die Blue Devils verteidigten äußerst diszipliniert. Die letzten Minuten des 2. Drittels hätte Weiden dann in Überzahl spielen können, doch Pokorny ließ sich zu einem Schubser gegen den nicht scheibenführenden Preibisch hinreißen und wurde daraufhin ebenfalls in die Kühlbox geschickt. Nach einem kurzen 4-gegen-4 bekam der Schlittschuhclub die Chance im Powerplay, doch vor dem Tor der Oberpfälzer blieb es weitgehend ungefährlich.  

Mit viel Feuer kam der SCB zum letzten Mal aus der Kabine und setzte Wolf gleich mal unter Beschuss. Die ersten Minuten gehörten eindeutig der Heimmannschaft, die regelrechte Druck- und Drangphasen entwickelte. Weil immer wieder die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte, dauerte das Warten auf die Erlösung zunächst an. Kemp stürzte nach einem nicht genutzten Breakaway schmerzhaft in die Bande und sorgte für Entsetzen auf der Tribüne.  Von den Blue Devils war derweil offensiv nichts mehr zu sehen, dafür verteidigten sie leidenschaftlich und hielten das 1:1 bis in die 52. Minute. Da ging der Schlittschuhclub dann erstmals in Führung. Nachdem Schüle an der roten Linie einen Zweikampf gewonnen und seinen Gegenspieler abgehängt hatte, spielten Dugan und Fischer den einzig verbliebenen Verteidiger schwindelig, wobei Fischer letztlich aus kurzer Entfernung erfolgreich ins kurze Eck abschloss. Weil es bei den Gästen weiterhin an Offensivpower fehlte, sah sich der Trainer dazu gezwungen, 2 Minuten vor Schluss seinen Keeper zu ziehen, woraufhin Eckl aus der eigenen Hälfte abzog und zum 3:1 ins leere Tor traf.

Wenn es auch nicht so spektakulär war wie am Freitag, haben es die Steelers einmal mehr geschafft, sich von einem Rückstand nicht beeindrucken zu lassen. In der kommenden Woche erwarten den SCB gleich 3 Kracher. Während man am Dienstag in Landshut und am Freitag in Kassel an den Start geht, sind am Sonntag um 17 Uhr die Krefeld Pinguine zu Gast in der EgeTransArena.

Fraglich ist der Einsatz von Kemp, der infolge seines Sturzes nicht mehr aufs Eis zurückgekehrt war. Bisher gibt es noch keine finale Diagnose über die schwere der Verletzung.

Zufrieden sein kann man im Ellental nicht nur mit den 3 gewonnen Punkten, sondern auch mit der stark verbesserten Abwehrleistung, mit deren Hilfe die Flut an Gegentoren, der man in den letzten Wochen scheinbar hilflos ausgeliefert war, abfangen konnte.


Videos zu diesem Spiel

18.01.2026 - Highlights - Bietigheim Steelers vs. Blue Devils Weiden
Bietigheim Steelers - Blue Devils Weiden
Highlights
18.01.2026 - Pressekonferenz - Bietigheim Steelers vs. Blue Devils Weiden
Bietigheim Steelers - Blue Devils Weiden
Pressekonferenz