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Steelers schlagen Crimmitschau mit 7:4
Spielbericht /
Spieltag 47 die Zielgerade der Hauptrunde 25/26 geht in den Endspurt. Im Mittelfeld der Liga geht es nach wie vor sehr eng zu. Der SCB ist aktuell auf Platz fünf mit einem Punkt Vorsprung auf Rang sechs und vier Punkten Vorsprung auf Position sieben. Die Gegner am Freitagabend waren die Eispiraten Crimmitschau – aktuell Zehnter im Ranking der Liga mit lediglich sechs Punkten Rückstand auf die Steelers. Eine direkte Qualifikation für die Playoffs ist für die Gäste noch in Reichweite.
Die Sachsen kamen mit viel Elan aus der Kabine und dem Willen, nicht in allen vier Begegnungen gegen die Steelers als Verlierer vom Eis zu gehen. Auch im Wissen, dass die Bietigheimer eine lange Ausfallliste haben. Alex Dostie, Benjamin Zientek, Tyler McNeely, Maximilian Söll, Joshua Rust und Justin Scheck fehlten auch an diesem Abend. Mit kurzer Bank waren unsere Jungs dieses Jahr immer besonders motiviert und bockstark. Die Steelers zeigten diesen Charakter gleich zu Beginn des Drittels. Pawel Dronia spielte den Puck mit einem harmlosen Lupfer von hinter der blauen Linie in das Angriffsdrittel. Kevin Reich im Tor der Gäste verschätzte sich und ließ überraschend den Puck nach vorne prallen. Der herbeigesprintete Tamas Kanya konnte ins leere Tor einnetzen (3:49).
Im ersten Unterzahlspiel verteidigten die Ellentäler bravourös und ließen den ersten Torschuss erst nach 78 Sekunden zu. Sie hatten das Können und Geschick, in dieser Situation einen Konter zu fahren. Brett Kemp konnte nur durch ein Foul gestoppt werden, und somit musste auch ein Eispirat in die Kühlbox. Die Überzahl dauerte nicht lange, und eine schöne Passstafette vollendete Marek Racuk zum 2:0 für unsere Farben (9:33). Die Sachsen waren nur kurz geschockt und versuchten schnell, wieder ins Spiel zu kommen. Im ersten Drittel gab es kein Mittel gegen unseren Hexer im Tor. Olafr Schmidt rettete mit einem Monstersave die Null und seine weiße Weste (16:16). Den Puck hatten alle in der Eishalle im Tor gesehen. Die Schussbahn war frei, Olafr Schmidt am anderen Pfosten – somit stand ein Scheunentor offen. Mit einem Hechtsprung konnte unser Goalie den Schuss entschärfen und rettete die 2:0-Führung in die Drittelpause.
Zu Beginn des Mitteldrittels ließen unsere Jungs keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist. Einen Schuss von Brett Kemp konnte der Goalie der Sachsen nur nach vorne abwehren. Dort stand Marek Racuk goldrichtig und schob das Hartgummi zum 3:0 über die Linie (21:48). Mit dem Vorsprung leistete man sich auch Unkonzentriertheiten und geriet dadurch in doppelte Unterzahl (27:21). In diese Situation sollte man sich gegen das fünftbeste Überzahlteam der Liga nicht bringen. Nach zehn Sekunden bestrafte Adam McCormick unser Team mit dem 3:1-Anschlusstreffer. In der darauffolgenden einfachen Unterzahl schlug der EPC mit Sebastian Streu erneut zu (28:09) und verkürzte auf 3:2.
Jetzt ging es Schlag auf Schlag (30:41). Marek Racuk und Brett Kemp spielten mit einer schnellen Kombination Mike Fischer frei, der aus kurzer Distanz das 4:2 erzielte. Die Eispiraten Crimmitschau waren jetzt wieder im Spiel, und es ging munter hin und her mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Benedikt Jiranek zimmerte einen Schuss an die Latte (35:13). Auf der anderen Seite musste die Defensive mehrmals brenzlige Situationen retten und das ein oder andere Mal Olafr Schmidt in höchster Not beistehen.
Der Start in das Schlussdrittel erfolgte in Unterzahl. Das störte Marek Racuk wenig. Wie letzte Woche erzielte er einen Hattrick – aber ein bisschen schöner, denn das Tor fiel in Unterzahl, und der Drei-Tore-Abstand war wieder hergestellt. Es gelang den Steelers nicht, das Spiel zu beruhigen. Penalty für die Eispiraten (43:45). Der Schütze verzog den Abschluss rechts am Tor vorbei. Die Enztalkurve feierte noch den verschossenen Strafschuss, da schlug Johannes Schmid mit dem Treffer zum 5:3 (44:35) zu.
Die 3.809 Zuschauer feierten das Spiel und beide Teams. Die ca. 200 mitgereisten Fans aus Sachsen waren deutlich zu hören und machten sich immer wieder lautstark bemerkbar. Aber nicht nur der Anhang machte sich bemerkbar, sondern auch die Stärke der Special Teams kam wieder zum Tragen. In Überzahl erzielte Philipp Kuhnekrath den 5:4-Anschlusstreffer, und es waren noch über sieben Minuten auf der Uhr. Die Steelers wollten keine Zitterpartie und drehten noch einmal auf. Das Überzahlspiel funktionierte ebenfalls. Nach einem Schuss von Arne Uplegger verwertete Brett Kemp den Abstauber zum 6:4. Zwei Minuten vor Ende setzten die Eispiraten alles auf eine Karte, holten den Goalie raus und verstärkten den Angriff mit einem sechsten Feldspieler. Das Empty Net nutzte Mike Fischer und erhöhte auf 7:4.
Am Sonntag, 22.02., geht es in die Fremde zu den Blue Devils Weiden, die hart um jeden Punkt kämpfen werden, um den Tabellenkeller zu verlassen. Eröffnungsbully ist um 18:30 Uhr in Weiden (live auf „sporteurope.tv“). Am Freitag, 27.02., ist der EV Landshut zu Gast in der EgeTrans Arena. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr. Karten gibt es im Internet und an der Abendkasse.