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Gute Vorzeichen, schwere Aufgaben

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Gute Vorzeichen, schwere Aufgaben

Drei Niederlagen in Folge, die letzten beiden davon denkbar knapp: Die Steelers haben am Wochenende vieles richtig gemacht und wenig dafür bekommen. In Dresden wurde aus einer 2:0-Führung noch ein 2:3, gegen Kassel stand es nach 60 Minuten und Verlängerung 1:1, ehe die Gäste im Penaltyschießen den Zusatzpunkt mitnahmen. Immerhin blieb ein Zähler in Bietigheim. Jetzt braucht es nur noch das letzte Quäntchen Glück und die Scheibe im Tor, am Freitag um 19:30 Uhr in der EgeTrans Arena gegen den EC Bad Nauheim.

Die Vorzeichen sind gut, denn in der Vorbereitung gewannen die Steelers bereits zweimal gegen die Roten Teufel. Eine leichte Aufgabe wird es trotzdem nicht. Mit nur zwei Punkten stehen die Hessen am Tabellenende, der einzige Saisonsieg gelang gegen Weiden erst im Penaltyschießen, einen Dreier gab es noch nicht. Der Druck auf die Gäste ist also groß, und verletzte Spieler machen ihn nicht kleiner: Kapitän El-Sayed ist erst am vergangenen Wochenende zurückgekehrt, Goalgetter Hickmott und Toptransfer Marcinew fehlen weiterhin. Mit Marko Pfleger haben die Hessen zuletzt noch prominent nachverpflichtet.

Dazu gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten. An der Bande stehen mit Kevin Gaudet und Dominic Auger zwei echte Steelers-Legenden, die ihre Arbeit in Bad Nauheim sicher mit viel Herzblut machen, am Freitag aber garantiert nichts verschenken. Auch Jesse Kauhanen ist wieder zu Gast, der die Steelers in der vergangenen Saison in den Playoffs verstärkte. Die Bilanz der letzten Spielzeit spricht jedenfalls für die Hausherren: Nach einem 2:4 zum Auftakt gewannen sie die drei folgenden Duelle mit 4:0, 2:1 nach Verlängerung und 6:3.

Am Sonntag um 17 Uhr geht es weiter zu den Eispiraten Crimmitschau in den Sahnpark, wo auch noch der erste Auswärtssieg der Saison auf dem Zettel steht. Die Sachsen sind mit neun Punkten im Mittelfeld angekommen und setzten zuletzt ein dickes Ausrufezeichen: Bei den bis dahin ungeschlagenen Kassel Huskies gewannen sie sensationell mit 5:3. Der Rückschlag folgte prompt, denn im Derby gegen die Lausitzer Füchse setzte es daheim ein 2:3. Neuzugang Noah Garthe, gerade einmal 20 Jahre jung, führt mit sechs Punkten aus sechs Spielen die interne Scorerliste an. In der Abwehr steht mit Leon Schulz ein Ex-Steeler, und an der Bande steht Cheftrainer Jussi Tuores, der nach Beleidigungen gegen Schiedsrichter und grob unsportlichem Verhalten nur auf Bewährung dabei ist.

Gegen Crimmitschau lief es für die Steelers in der Vorsaison jedenfalls wie am Schnürchen: Alle vier Hauptrundenduelle gingen nach Bietigheim, mit 6:4, 3:1, 6:4 nach einem 2:4-Rückstand und zuletzt 7:4. Torreich wird es also vermutlich wieder. An der Einstellung lag es am letzten Wochenende nicht, die Steelers waren über 60 Minuten dran. Gelingt es jetzt, die Scheibe im gegnerischen Tor unterzubringen und das Glück auf die eigene Seite zu ziehen, dann wird es auch was mit drei oder am besten gleich sechs Punkten.