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Interview mit Tim Kehler
Drei Jahre Assistent, ein klarer Kopf und ein Plan. Tim Kehler übernimmt das Steelers-Ruder als Cheftrainer und bringt genau das mit, was Bietigheim braucht: Feuer, Ideen und die Überzeugung, dass hier etwas Besonderes entstehen kann. Boris Blank bleibt an seiner Seite. Die Steelers sind bereit. Und wir haben nachgefragt.
Hallo Tim und willkommen in Bietigheim. Nach drei Jahren in Schwenningen als Assistenztrainer – was war deine Motivation, wieder als Cheftrainer zu arbeiten?
Tim Kehler: Es waren drei sehr produktive und angenehme Jahre in Schwenningen, und ich habe das Gefühl, dass ich mich in dieser Zeit als Trainer enorm weiterentwickelt habe. Dennoch habe ich mich in der Rolle des Cheftrainers immer am wohlsten gefühlt. Als sich die Möglichkeit in Bietigheim ergab, war für mich sofort klar, dass dies eine großartige Chance für meine Karriere ist.
Hast du nach einer solchen Position gesucht?
Tim Kehler: Die Gelegenheit ergab sich ziemlich schnell und ehrlich gesagt auch unerwartet, vor allem nach dem Erfolg, den die Mannschaft vergangene Saison hatte. Durch meine Erfahrungen in Bietigheim als gegnerischer Trainer in Kassel und zuvor in Frankfurt wusste ich jedoch, dass dies eine hervorragende Chance und ein wunderbarer Ort zum Leben und Arbeiten als Trainer ist.
Der Großteil des Kaders stand bereits fest, bevor du bei den Steelers unterschrieben hast. Welchen Einfluss hattest du auf die Kaderplanung und wie zufrieden bist du mit dem aktuellen Kader?
Tim Kehler: Ein großer Teil der Arbeit hinsichtlich der Kaderplanung war bereits vor meiner Verpflichtung erledigt, ebenso die grundlegende Zusammenstellung der Mannschaft für die kommende Saison. Es gab noch einige offene Positionen, über die ich gemeinsam mit den Verantwortlichen gesprochen habe. Wir befinden uns derzeit in den letzten Schritten, diese Stellen zu besetzen. Insgesamt sehe ich die Zukunft der Mannschaft aber sehr positiv. Es wird ein junges Team sein, und deshalb freue ich mich besonders darauf, junge Talente zu fördern und in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Was können die Bietigheimer Fans von der Mannschaft in der kommenden Saison erwarten? Welche Art von Eishockey werden wir sehen?
Tim Kehler: Mit den Spielern an der Spitze des Kaders, die die Fans bereits aus der vergangenen Saison kennen, werden wir sicherlich über viel Qualität verfügen und in der Lage sein, Tore zu erzielen. Gleichzeitig wird die junge Mannschaft auch einige Herausforderungen und eine steile Lernkurve mit sich bringen. Was unseren Spielstil betrifft, wollen wir aggressiv auftreten. Wir wollen aktiv spielen, ständig Druck ausüben und auch ohne Scheibe sehr aggressiv verteidigen, weil wir den Puck so schnell wie möglich zurückerobern möchten. Die Fans können also eine Mannschaft erwarten, die mutig nach vorne spielt, hart arbeitet, viel Leidenschaft zeigt und unterhaltsames Eishockey bietet.
Die vergangene Saison war sehr erfolgreich. Welche Ziele habt ihr für die kommende Spielzeit und wie schwer wird es, die letzte Saison zu übertreffen?
Tim Kehler: Es ist immer schwierig, konstant auf einem hohen Niveau zu bleiben und gute Leistungen dauerhaft zu bestätigen. Wie bereits erwähnt, wird die Mannschaft in diesem Jahr deutlich jünger sein. Deshalb gibt es einige Unbekannte, etwa wie schnell sich die jungen Spieler entwickeln und in das Team integrieren werden. Aus diesem Grund möchte ich mich mit Prognosen darüber zurückhalten, wo wir am Ende der Saison stehen werden – zumal die DEL2 von Jahr zu Jahr stärker wird. Die Qualität der Spieler und auch die Qualität der Trainer haben sich seit meiner letzten Zeit in der Liga weiter verbessert. Eines kann ich den Fans aber versprechen: Sie werden eine Mannschaft sehen, die hart arbeitet, ehrlich auftritt und sich voll engagiert. Ich freue mich sehr auf das, was vor uns liegt.
Wirst du mit einem Assistenztrainer zusammenarbeiten?
Tim Kehler: Das werde ich, und zwar mit einem den die Bietigheimer Fans ziemlich gut kennen – Boris Blank wird auch in der neuen Saison Assistenztrainer der Steelers sein und ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten.