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Sieglos auch im Kellerduell
Spielbericht /
Zum Abschluss des ersten Durchgangs der Hauptrunde waren unsere Jungs beim EHC Freiburg zu Gast, wobei schon der Blick auf die Tabelle verriet, dass es sich um ein Kellerduell handelte. Ausgerechnet jetzt plagte die Steelers großes Verletzungspech, das laut Prognosen in allen Fällen Langzeitverletzte betrifft und vor allem die Abteilung Attacke trifft. Im Line-up fehlten Maxi Söll, Justin Büsing, Max Ziergiebel, Alexander Preibisch und Mike Fischer, und auch die Förderlizenzspieler aus Heilbronn standen nicht zur Verfügung. Hinzu kam, dass Mai Crnkic als fünfter Kontingentspieler nicht eingreifen durfte.
Das Baden-Württemberg-Derby startete mit einer kurzen Druckphase der Ellentäler, ehe bis zum Powerbreak nichts Zwingendes mehr passierte. Zwar ging es schnell hin und her, doch gefährliche Torraumszenen blieben aus, sodass Olafr Schmidt im Tor der Breisgauer nur selten eingreifen musste, obwohl die Bietigheimer optisch überlegen waren. Nolan Ritchie tauchte in der elften Minute zum ersten Mal gefährlich vor dem Goalie auf, konnte ihn aber nicht überwinden. Kurz darauf parierte Felix Noack die erste große Chance der Wölfe souverän, und weil die Freiburger immer besser ins Spiel fanden, musste unser Torhüter noch mehrfach sein Können zeigen. So endete das erste Drittel ohne Tore und Strafzeiten mit einem leistungsgerechten 0:0.
Das zweite Drittel begann mit einer Strafe gegen Matthias Pape, wobei die Freiburger eine Riesenchance ausließen, den Puck im leeren Tor unterzubringen, nachdem unser Goalie nicht rechtzeitig aus dem linken Torbereich herausgekommen war. Direkt nach Ablauf der Strafe scheiterte Cole Fonstad bei einem Alleingang, weil er den Puck nicht über die Linie bugsieren konnte.
Danach kam etwas Pfeffer ins Derby, allerdings auch durch drei Strafzeiten kurz hintereinander, sodass die Steelers für 90 Sekunden in Überzahl spielten. Diesen Vorteil nutzten unsere Jungs, indem sie den Puck in einer schnellen Passstafette über die linke Seite laufen ließen und David Cerny im Slot in Schussposition brachten. Olafr Schmidt kam zwar noch an die Scheibe, konnte das 0:1 in der 26. Minute aber nicht mehr verhindern. In der nächsten Überzahl vertändelten die Steelers den Puck allerdings und kassierten durch ein Unterzahltor von Dylan Plouffe den Ausgleich zum 1:1. Innerhalb von nur 39 Sekunden fielen anschließend zwei weitere Tore: Zuerst brachte Nolan Ritchie die Steelers in der 29. Minute mit einer Direktabnahme in Überzahl erneut in Führung, ehe Simon Gnyp praktisch direkt nach dem Bully am Mittelpunkt von der blauen Linie abzog und den Puck zum 2:2 versenkte.
Nach den vielen Toren in kürzester Zeit blieb das Spiel schnell, wirkte aber teilweise chaotisch. Kurz vor Ende des Drittels hatte Cole Fonstad die Chance, unsere Jungs wieder in Führung zu bringen, doch sein Visier war zu hoch eingestellt, sodass er den Puck knapp über das leere Tor nagelte.
Vor 3.160 Zuschauern begann das Schlussdrittel mit einer Überzahl für die Wölfe, die die Hausherren allerdings so behäbig angingen, dass sie den Vorteil nicht nutzen konnten. Weil beide Mannschaften den Dreier brauchten, ging es schnell nach vorne, ohne dass die Defensive vernachlässigt wurde. Als Erste trafen die Freiburger, nachdem unsere Spieler nach einem Angriff nicht rechtzeitig zurückgekommen waren und Parker Bowles in der 52. Minute mit einem Querpass vor dem Tor freigespielt wurde, sodass er unbedrängt zum 3:2 einschießen konnte.
Die Steelers drängten danach auf den Ausgleich und waren dabei sogar in Unterzahl mehrfach im Angriffsdrittel der Breisgauer. Zwei Minuten vor dem Ende ging Felix Noack zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch weil die Puckkontrolle nicht gelingen wollte, musste er immer wieder zurück ins Tor. Obwohl unsere Jungs noch einmal großen Druck aufbauten, wollte der Puck nicht über die Torlinie, und so machte Lynden McCallum mit einem Empty-Net-Tor für Freiburg alles klar. Trotz optischer Überlegenheit und eines Schussverhältnisses von 38:21 zugunsten unserer Farben ging das Spiel damit mit 4:2 verloren.
Am Sonntag, 1.11.2026, kommen die Eisbären Regensburg nach Bietigheim, wobei der Spielbeginn in der EgeTrans Arena um 17:00 Uhr ist. Wegen des Deutschland Cups ruht der Spielbetrieb danach, sodass das nächste Spiel erst am Freitag, 13.11.2026, stattfindet, was für unser Lazarett zum richtigen Zeitpunkt kommt. Dann sind die Starbulls Rosenheim in der Eishockeystadt Bietigheim zu Gast, und der Puck wird um 19:30 Uhr eingeworfen.
Foto: DEL2 / Stephan Eckenfels